- Ergonomisches Arbeiten
- Produktivitätssteigerung
- Sicherheit am Arbeitsplatz
Federzüge & Balancer für ergonomische Industriearbeitsplätze - bis 200 kg
Federzüge bis 18 kg und Balancer bis 200 kg für die industrielle Werkzeughandhabung
Ein Federzug ist eine mechanische Vorrichtung, die Werkzeuge und Arbeitsgeräte an einem Seil aufnimmt und nach der Benutzung mithilfe einer vorgespannten Feder zurückzieht. Ein Balancer gleicht dagegen das Gewicht des eingehängten Werkzeugs über den vorgesehenen Arbeitsweg nahezu vollständig aus. Dadurch lässt sich das Werkzeug mit geringem Kraftaufwand bewegen und in unterschiedlichen Arbeitshöhen positionieren.

- 0,2 kg bis 14,0 kg
- Seilauszug: 1,6 m | 2,5 m
- Seil: Edelstahl oder Kunstfaser

Federzug 1093(..) mit Arretierung
- 0,5 kg bis 14,0 kg
- Seilauszug: 2,5 m
- mit Edelstahlseil


- 0,5 kg bis 14,0 kg
- Seilauszug:
1,8 m | 2,5 m | 3,0 m - mit Edelstahlseil

- 0,5 kg bis 14,0 kg
- Seilauszug: 2,5 m | 3,0 m
- mit Druckluftschlauch


- 0,2 kg bis 14,0 kg
- Elektrostatische Schutzzone
- Seilauszug: 1,6 m bis 2,5 m



Balancer mit 167230(..), 167231(..)
- 3 kg bis 21 kg
- Seilauszug: 2,0 m
- optional mit Arretierung

Balancer mit 167235(..), 167236(..)
- 15 kg bis 55 kg
- Seilauszug: 2,0 m
- optional mit Arretierung

Balancer 16940(..), 16941(..), 16942(..)
- 15 kg bis 180 kg
- Seilauszug: 2,5 m
- mit Edelstahlseil

Balancer 16943(..), 16944(..), 16945(..)
- 15 kg bis 180 kg
- Seilauszug: 3,0 m
- mit Edelstahlseil



Federzüge und Balancer werden an industriellen Montage- und Fertigungsarbeitsplätzen eingesetzt, um Beschäftigte körperlich zu entlasten und Werkzeuge griffbereit zu halten. Während Federzüge vor allem für leichtere Werkzeuge und automatische Rückholbewegungen geeignet sind, kommen Balancer auch bei schweren Arbeitsgeräten zum Einsatz.
transprotec bietet Federzüge bis 18 kg und Balancer bis 200 kg in unterschiedlichen Ausführungen an. Dazu gehören Modelle mit Arretierung sowie Spezialvarianten für elektrostatisch geschützte Arbeitsplätze und explosionsgefährdete Bereiche. Die Auswahl richtet sich nach Werkzeuggewicht, benötigtem Seilauszug und den Bedingungen am Einsatzort.
Wie funktionieren Federzüge und Balancer?
Federzüge und Balancer arbeiten mit einer vorgespannten Spiralfeder, einer Seiltrommel und einem daran befestigten Werkzeug. Beim Herunterziehen des Werkzeugs wird die Feder weiter gespannt. Die gespeicherte Energie erzeugt eine Rückzugskraft, deren Wirkung von der Konstruktion der Seiltrommel abhängt.

Federzug: automatische Rückführung des Werkzeugs
Bei einem Federzug wird das Seil auf einer annähernd zylindrischen Trommel aufgewickelt. Mit zunehmendem Seilauszug steigt die Federspannung und damit die Rückzugskraft. Nach der Benutzung zieht der Federzug das Werkzeug wieder in Richtung seiner Ausgangsposition zurück.
Diese Eigenschaft macht ihn besonders für Arbeitsplätze geeignet, an denen Werkzeuge nach jedem Arbeitsschritt aus dem unmittelbaren Arbeitsbereich entfernt werden sollen. Solche Geräte werden auch als Federzug Rückholer oder Federzug Aufroller bezeichnet.
Balancer: nahezu konstanter Gewichtsausgleich
Ein Balancer verwendet dagegen eine konisch geformte, gerillte Seiltrommel. Ihr veränderlicher Wickelradius gleicht das steigende Drehmoment der gespannten Feder weitgehend aus. Dadurch bleibt die Zugkraft über den vorgesehenen Arbeitsweg annähernd konstant.
Ist der Balancer korrekt auf das Werkzeuggewicht eingestellt, kann das Werkzeug mit geringem Kraftaufwand bewegt werden und in unterschiedlichen Arbeitshöhen nahezu im Gleichgewicht bleiben. Das erleichtert präzise Tätigkeiten, bei denen schwere Arbeitsgeräte häufig neu positioniert werden müssen.
Federzüge bis 18 kg und Balancer bis 200 kg: Varianten und Baureihen
transprotec bietet Federzüge und Balancer für unterschiedliche Werkzeuggewichte und Arbeitswege an. Die Baureihen unterscheiden sich unter anderem in Tragfähigkeit, Seilauszug, Seilmaterial und Ausstattung.
Federzüge für Werkzeuge bis 18 kg
Federzüge eignen sich insbesondere für Schrauber, kleinere Elektro- und Druckluftwerkzeuge sowie die Führung von Versorgungsleitungen. Die Baureihen 1093, 1063, 1000 und 1000 S decken unterschiedliche Anforderungen an Werkzeuggewicht und Handhabung ab.
Für größere Arbeitswege steht die Baureihe 1066 mit einem Seilauszug von bis zu 7 m und Tragfähigkeiten bis 18 kg zur Verfügung. Bestimmte Modelle verfügen außerdem über eine Arretierung, mit der sich das ausgezogene Seil an einer vorgesehenen Position feststellen lässt.
Balancer und Gewichtsausgleicher bis 200 kg
Für schwerere Arbeitsgeräte bietet transprotec Balancer & Gewichtsausgleicher an. Diese Geräte werden auch als Seilbalancer oder Werkzeugbalancer bezeichnet.
Die Baureihen 16935 bis 16945 decken je nach Ausführung Tragfähigkeiten bis 180 kg ab. Für Anwendungen bis 200 kg stehen Modelle der SWF-Baureihe zur Verfügung. Durch den einstellbaren Gewichtsausgleich können auch schwere Werkzeuge innerhalb des vorgesehenen Arbeitsbereichs mit geringem Kraftaufwand geführt werden.
ESD- und ATEX-Ausführungen
Für elektrostatisch geschützte Fertigungsbereiche bietet transprotec den ESD-Federzug 1093-ESD an. Für explosionsgefährdete Bereiche stehen spezielle Ausführungen wie der ATEX-Balancer 16935ex zur Verfügung. Welche Anforderungen diese Geräte erfüllen müssen, hängt von den jeweiligen Einsatzbedingungen ab.
Ergonomie und Arbeitssicherheit am Industriearbeitsplatz
Federzüge und Balancer entlasten Beschäftigte bei wiederkehrenden Montage- und Fertigungsarbeiten. Das Werkzeuggewicht wird ganz oder teilweise von der Aufhängung aufgenommen. Dadurch müssen Mitarbeitende schwere Arbeitsgeräte nicht während des gesamten Arbeitsvorgangs selbst tragen. Besonders bei häufigen Bewegungen und längeren Einsatzzeiten kann dies die körperliche Beanspruchung von Armen, Schultern und Rücken verringern.
Ein weiterer Vorteil ist die bessere Organisation des Arbeitsplatzes. Werkzeuge bleiben in einem definierten Arbeitsbereich griffbereit, statt auf Werkbänken oder am Boden abgelegt zu werden. Das reduziert unnötige Greifbewegungen und kann Stolper- sowie Beschädigungsrisiken durch herumliegende Geräte und Leitungen begrenzen.

Auch die Arbeitsabläufe profitieren von einer passenden Werkzeugaufhängung. Wenn Beschäftigte Arbeitsgeräte ohne großen Kraftaufwand aufnehmen, führen und positionieren können, lassen sich wiederkehrende Tätigkeiten gleichmäßiger ausführen. Insbesondere bei schweren Schweißzangen oder häufig eingesetzten Schraubwerkzeugen unterstützt ein korrekt eingestellter Balancer die präzise Handhabung.
Voraussetzung für diese Vorteile ist eine fachgerechte Auslegung. Traglastbereich, Seilauszug, Befestigung und Arbeitsbewegungen müssen aufeinander abgestimmt sein. Ein ungeeignetes oder falsch eingestelltes Gerät kann die Bedienung erschweren und zusätzliche Gefährdungen verursachen.
Einsatzbereiche von Federzügen und Balancern
Federzüge und Balancer werden in der industriellen Fertigung, Montage und Instandhaltung eingesetzt. Welche Ausführung geeignet ist, hängt vom Werkzeuggewicht, dem benötigten Bewegungsradius und der Häufigkeit der Arbeitsvorgänge ab.
Typische Anwendungen sind:
- Schweißzangen: Schwere Schweißzangen lassen sich mit einem passend ausgelegten Balancer führen und an unterschiedlichen Schweißpunkten positionieren. Das entlastet die Bedienperson bei wiederkehrenden Arbeitsbewegungen.
- Schraubtechnik: Federzüge halten Elektro- und Druckluftschrauber griffbereit. Nach dem Schraubvorgang wird das Werkzeug aus dem Arbeitsbereich zurückgeführt.
- Elektro- und Druckluftgeräte: Bei Schleifern, Bohrmaschinen und anderen handgeführten Geräten unterstützen Federzüge oder Balancer die Werkzeugführung. Zuleitungen und Schläuche müssen bei der Auslegung berücksichtigt werden.
- Schlachtereimaschinen: In der Fleischverarbeitung können Balancer das Gewicht handgeführter Arbeitsgeräte ausgleichen. Entscheidend sind dabei die Reinigungsbedingungen und die Eignung der verwendeten Materialien.
- Roboterzuleitungen: Federzüge führen Kabel- und Schlauchpakete an automatisierten Fertigungsanlagen. Sie nehmen überschüssige Leitungslängen auf und unterstützen einen definierten Leitungsverlauf während der Roboterbewegung.
Auch bei wechselnden Arbeitspositionen können Federzüge und Balancer sinnvoll sein. Voraussetzung ist, dass der erforderliche Seilauszug und die Bewegungsrichtung zum jeweiligen Arbeitsplatz passen. Bei seitlichen Bewegungen müssen insbesondere die zulässigen Seilablenkungen und die Vorgaben des Herstellers beachtet werden.
Technische Ausstattung, Spezialausführungen und Sicherheit
Seilmaterial und Arretierung
Je nach Baureihe sind Federzüge mit Stahl-, Edelstahl- oder Kunstfaserseilen erhältlich. Die Auswahl richtet sich nach den Einsatzbedingungen, insbesondere nach mechanischer Beanspruchung, Korrosionsrisiko und den Vorgaben des Herstellers. Balancer werden im transprotec-Sortiment mit Stahlseilen ausgeführt.
Ein Federzug mit Arretierung ermöglicht es, das ausgezogene Seil an einer vorgesehenen Position festzustellen. Die Arretierung ersetzt jedoch keinen Gewichtsausgleich. Bei transprotec sind entsprechende Federzug-Ausführungen für Traglasten bis 14 kg erhältlich.
ESD- und ATEX-Ausführungen
In der Elektronikfertigung kann ein ESD-Federzug erforderlich sein, wenn die Werkzeugaufhängung in das Schutzkonzept gegen elektrostatische Entladungen einbezogen werden muss. Bei der Auswahl sind die Anforderungen nach DIN EN 61340-5-1 und die dokumentierten Eigenschaften des Geräts zu berücksichtigen.
Ein ATEX-Balancer ist für entsprechend ausgewiesene explosionsgefährdete Bereiche vorgesehen. Ob ein Gerät beispielsweise in den Zonen 1, 2, 21 oder 22 eingesetzt werden darf, ergibt sich aus seiner konkreten Ex-Kennzeichnung und der Herstellerdokumentation.
Normen, Prüfungen und bestimmungsgemäße Verwendung
Die DIN 15112 behandelt Federzüge und Gewichtsausgleicher. Welche normativen Anforderungen ein konkretes Modell erfüllt, ist anhand seiner technischen Dokumentation zu prüfen.
Federzüge und Balancer sind keine Hebezeuge. Sie dienen der Aufnahme und Führung dafür vorgesehener Arbeitsgeräte. Ein Lastwechsel durch beliebiges Ein- und Aushängen von Lasten ist nicht als bestimmungsgemäßer Betrieb anzusehen.
Für einen sicheren Einsatz sind die Betriebsanleitung, die Gefährdungsbeurteilung sowie die erforderlichen Kontrollen und Prüfungen maßgeblich. Weiterführende Informationen finden Sie unter UVV-Unfallverhütungsvorschrift.
Für das eigentliche Heben und Transportieren von Lasten bietet transprotec geeignete Lösungen aus der Krantechnik und Elektroseilwinden an.
Federzug oder Balancer auswählen: Worauf kommt es an?
Bei der Auswahl eines Federzugs oder Balancers sind das tatsächliche Werkzeuggewicht, der benötigte Seilauszug und die Arbeitsbewegungen entscheidend. Auch die gewünschte Position des Werkzeugs nach dem Gebrauch spielt eine Rolle.
Traglastbereich richtig bestimmen
Berücksichtigen Sie das Gesamtgewicht des Werkzeugs einschließlich Zubehör, Kabeln und Schläuchen, soweit deren Gewicht vom Gerät aufgenommen wird. Es muss innerhalb des angegebenen Einstellbereichs liegen. Bei der Auslegung empfiehlt es sich, das Gesamtgewicht möglichst im mittleren Drittel dieses Bereichs anzusiedeln. So bleibt Spielraum für die Feinjustierung.
Ist die Last zu schwer, kann der Federzug sie nicht zuverlässig zurückziehen beziehungsweise der Balancer ihr Gewicht nicht ausgleichen. Ist sie zu leicht, kann eine überhöhte Rückzugskraft entstehen. Das erschwert die Handhabung und erhöht das Risiko eines unkontrollierten Seileinzugs.
Seilauszug und Arbeitsweg festlegen
Der erforderliche Federzug Seilauszug ergibt sich aus der Aufhängehöhe und den Positionen, an denen das Werkzeug verwendet wird. Das Seil muss den gesamten vorgesehenen Arbeitsweg abdecken, ohne dauerhaft an seinen Endanschlag zu gelangen.
Federzug mit oder ohne Arretierung?
Ein Federzug ohne Arretierung eignet sich, wenn das Werkzeug nach der Benutzung automatisch zurückgeführt werden soll. Ein Federzug mit Arretierung ist sinnvoll, wenn es zeitweise in einer bestimmten Arbeitshöhe verbleiben soll.
Soll ein schwereres Werkzeug dagegen während der Arbeit mit möglichst geringem Kraftaufwand geführt werden, ist ein passend eingestellter Balancer die geeignetere Lösung.
Häufige Fragen zu Federzügen und Balancern
- Was ist der Unterschied zwischen einem Federzug und einem Seilzug?
Ein Federzug ist für die Aufnahme und Führung von Werkzeugen ausgelegt. Seine Federmechanik erzeugt eine Rückzugskraft, die das Werkzeug nach Gebrauch wieder in Richtung der Ausgangsposition bewegt. Ein Seilzug dient dagegen dem Ziehen oder Heben von Lasten und ist entsprechend konstruiert. Federzüge und Balancer dürfen deshalb nicht als Ersatz für geeignete Hebezeuge verwendet werden.
- Welcher Federzug eignet sich für einen Montagearbeitsplatz?
Das hängt vom Werkzeuggewicht, der Arbeitshöhe und den erforderlichen Bewegungen ab. Für häufig verwendete Elektroschrauber oder Druckluftwerkzeuge ist meist ein Federzug mit automatischer Rückführung sinnvoll. Muss das Werkzeug zeitweise in einer bestimmten Position bleiben, kommt eine Ausführung mit Arretierung infrage. Bei der Auswahl sind auch Zubehör und Versorgungsleitungen zu berücksichtigen.
- Wann ist ein ESD-Federzug in der Elektronikfertigung erforderlich?
Ein ESD-Federzug kommt infrage, wenn Werkzeuge in elektrostatisch geschützten Bereichen eingesetzt werden und die Werkzeugaufhängung in das ESD-Schutzkonzept einbezogen werden muss. Entscheidend ist, dass die technischen Eigenschaften des Geräts zu den Anforderungen des Arbeitsplatzes passen. Die Eignung sollte anhand der Herstellerdokumentation und des betrieblichen Schutzkonzepts geprüft werden.
- Welcher Balancer eignet sich für Werkzeuge bis 200 kg?
Für hohe Werkzeuggewichte bietet transprotec unter anderem Balancer der SWF-Baureihe an. Die konkrete Ausführung richtet sich nach dem tatsächlichen Gesamtgewicht, dem benötigten Arbeitsweg und den Einsatzbedingungen. Wichtig ist, dass die Last innerhalb des vorgesehenen Einstellbereichs liegt. Eine pauschale Auswahl allein anhand der maximalen Tragfähigkeit von 200 kg ist daher nicht sinnvoll.
- Wo können Gewerbekunden Federzüge und Balancer kaufen?
Bei transprotec erhalten Gewerbekunden Federzüge und Balancer für unterschiedliche industrielle Anwendungen. Die Fachberatung unterstützt bei der Auswahl von Traglastbereich, Seilauszug, Aufhängung und geeigneter Geräteausführung. Bei besonderen Anforderungen, etwa für ESD- oder Ex-Bereiche, können die technischen Rahmenbedingungen bereits vor der Bestellung abgestimmt werden.
Haben Sie weitere Fragen zu Federzügen und Balancern?
Wir helfen Ihnen gern bei der Auswahl des passenden Gerätes. Unsere Experten stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Federzüge und Balancer bei transprotec anfragen
Sie benötigen einen Federzug oder Balancer für Ihren Industriearbeitsplatz? transprotec unterstützt Sie bei der Auswahl und Auslegung geeigneter Geräte – von der Planung über die Montage bis zur Inbetriebnahme. Auch Prüfungen und Serviceleistungen gehören zum Angebot.
Für eine gezielte Beratung nennen Sie uns möglichst das Werkzeuggewicht einschließlich Zubehör, den erforderlichen Seilauszug und die Einsatzbedingungen.
Tel.: 04102 789-600
E-Mail: info@transprotec.de






