Seilwinden-Typen

Funktionsweise von Hubwinden, Zugwinden, Traversierwinden, Spillwinden,Traktionswinden

Hubwinde

Hubwinden

Sollen Lasten mit einer elektrischen Seilwinde gehoben oder gehalten werden, sind nach Maschinenrichtlinie Hubwinden zum Einsatz zu bringen. Diese Richtlinie ist sowohl beim vertikalen Heben von Lasten als auch für das Ziehen von Lasten über schiefe Bahnen mit einem Winkel von mehr als 10° umzusetzen. Um ein sicheres Halten der Lasten zu garantieren, sind Hubwinden mit einer Federdruckbremse am Motor ausgerüstet. Eine Seilwinde, ausgeführt als Hubwinde, ist mit vergleichsweise größeren Sicherheitsfaktoren als eine reine Zugwinde ausgelegt.


Traversierwinde

Traversierwinden

Mit Hilfe von stationär verbauten Traversierwinden sowie mindestens zwei Umlenkrollen ist es möglich, Lasten auf einer Ebene in zwei Richtungen zu bewegen. Dabei wird die gerillte Trommel der Winde zweiseilig ausgeführt, wobei die Seile jeweils einlagig gewickelt werden.

Zugwinde

Zugwinden

Für das Ziehen von Lasten über horizontale Ebenen kommen Zugwinden zum Einsatz. Um eine Zugwinde optimal auslegen zu können, ist die Ermittlung des zu ziehenden Gewichtes sowie die Definition des Rollwiderstandes entscheidend. So verfügen bspw. Gummiräder auf einem Betonboden über einen Rollwiderstand von ca. 0,150 %, dagegen liegt der Rollwiderstand von wälzgelagerten Stahlrädern auf Eisenbahnschienen bei 0,005 %. Die Zugkraft wird aus dem definierten Rollwiderstand multipliziert mit der Masse der zu ziehenden Last ermittelt.

Traktionswinde

Traktionswinden

Traktionswinden sind Durchlaufwinden. Ihr Funktionsprinzip ist die Kraftverstärkung durch Umschlingungsreibung (ähnlich dem Flaschenzugprinzip). Traktionswinden werden vorzugsweise auf fahrbaren, meist schienengebundenen Geräten verbaut. Das Zugseil ist entlang der gesamten Fahrstrecke gespannt und wird durch zwei mehrfach gerillte Treibscheiben geführt, deren jeweiliger Drehsinn zum Antrieb des Fahrzeuges vorwärts oder rückwärts führt.

 

Spillwinden

Spillwinden gehören wie die Traktionswinden zu den Durchlaufwinden. Spillwinden speichern kein Seil auf der Seiltrommel. Ein „Endlos“-Seil wird mehrfach um den angetriebenen Spillkopf der Elektroseilwinde geführt. Durch die Mehrfachumschlingung wird eine aufgebrachte Gegenkraft vervielfacht.

Spillwinde

 

Hinweise zur Anwendung von Elektroseilwinden

Ähnlich wie bei breitwickelnden Schlauchtrommeln und Leitungstrommeln ist auch bei einer Seilwinde zu berücksichtigen, dass der zulässige Ablenkwinkel nicht überschritten wird. Aus diesem Grund wird das Seil üblicherweise von der Trommel wegführend über eine fest installierte Umlenkrolle geführt. Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, sollte die Umlenkrolle mittig zum Wickelraum der Seiltrommel positioniert werden. Der Abstand zwischen Seiltrommel und Umlenkrolle ist abhängig von dem Verhältnis Seildurchmesser und Trommeldurchmesser sowie der Trommellänge. Seilablenkung

 

Hubwinden Sollen Lasten mit einer elektrischen Seilwinde gehoben oder gehalten werden, sind nach Maschinenrichtlinie Hubwinden zum Einsatz zu bringen. Diese Richtlinie ist sowohl beim... mehr erfahren »
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Hubwinde

Hubwinden

Sollen Lasten mit einer elektrischen Seilwinde gehoben oder gehalten werden, sind nach Maschinenrichtlinie Hubwinden zum Einsatz zu bringen. Diese Richtlinie ist sowohl beim vertikalen Heben von Lasten als auch für das Ziehen von Lasten über schiefe Bahnen mit einem Winkel von mehr als 10° umzusetzen. Um ein sicheres Halten der Lasten zu garantieren, sind Hubwinden mit einer Federdruckbremse am Motor ausgerüstet. Eine Seilwinde, ausgeführt als Hubwinde, ist mit vergleichsweise größeren Sicherheitsfaktoren als eine reine Zugwinde ausgelegt.


Traversierwinde

Traversierwinden

Mit Hilfe von stationär verbauten Traversierwinden sowie mindestens zwei Umlenkrollen ist es möglich, Lasten auf einer Ebene in zwei Richtungen zu bewegen. Dabei wird die gerillte Trommel der Winde zweiseilig ausgeführt, wobei die Seile jeweils einlagig gewickelt werden.

Zugwinde

Zugwinden

Für das Ziehen von Lasten über horizontale Ebenen kommen Zugwinden zum Einsatz. Um eine Zugwinde optimal auslegen zu können, ist die Ermittlung des zu ziehenden Gewichtes sowie die Definition des Rollwiderstandes entscheidend. So verfügen bspw. Gummiräder auf einem Betonboden über einen Rollwiderstand von ca. 0,150 %, dagegen liegt der Rollwiderstand von wälzgelagerten Stahlrädern auf Eisenbahnschienen bei 0,005 %. Die Zugkraft wird aus dem definierten Rollwiderstand multipliziert mit der Masse der zu ziehenden Last ermittelt.

Traktionswinde

Traktionswinden

Traktionswinden sind Durchlaufwinden. Ihr Funktionsprinzip ist die Kraftverstärkung durch Umschlingungsreibung (ähnlich dem Flaschenzugprinzip). Traktionswinden werden vorzugsweise auf fahrbaren, meist schienengebundenen Geräten verbaut. Das Zugseil ist entlang der gesamten Fahrstrecke gespannt und wird durch zwei mehrfach gerillte Treibscheiben geführt, deren jeweiliger Drehsinn zum Antrieb des Fahrzeuges vorwärts oder rückwärts führt.

 

Spillwinden

Spillwinden gehören wie die Traktionswinden zu den Durchlaufwinden. Spillwinden speichern kein Seil auf der Seiltrommel. Ein „Endlos“-Seil wird mehrfach um den angetriebenen Spillkopf der Elektroseilwinde geführt. Durch die Mehrfachumschlingung wird eine aufgebrachte Gegenkraft vervielfacht.

Spillwinde

 

Hinweise zur Anwendung von Elektroseilwinden

Ähnlich wie bei breitwickelnden Schlauchtrommeln und Leitungstrommeln ist auch bei einer Seilwinde zu berücksichtigen, dass der zulässige Ablenkwinkel nicht überschritten wird. Aus diesem Grund wird das Seil üblicherweise von der Trommel wegführend über eine fest installierte Umlenkrolle geführt. Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, sollte die Umlenkrolle mittig zum Wickelraum der Seiltrommel positioniert werden. Der Abstand zwischen Seiltrommel und Umlenkrolle ist abhängig von dem Verhältnis Seildurchmesser und Trommeldurchmesser sowie der Trommellänge. Seilablenkung

 

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